Weihnachtsbaum-Aktion 



Sportfreunde Schwefingen runden auf: 10.000 Euro für Wärmestube und TelefonSeelsorge

Meppen/Schwefingen. Traditionell am Wochenende nach den Heiligen Drei Königen findet in Schwefingen die Tannenbaum-Aktion der Sportfreunde Schwefingen statt. Seit 1995 ist der Termin fest im Kalender verankert. In diesem Jahr machte das Wetter den Organisatoren jedoch einen Strich durch die Rechnung: Schnee und Eis ließen eine sichere Durchführung nicht zu, sodass die Aktion um eine Woche verschoben werden musste. Eine Woche später  ging es dann bei besten Bedingungen ging es schließlich los – mit derselben Freude und Einsatzbereitschaft wie in jedem Jahr.

Die Sportfreunde bedanken sich bei allen Unterstützerinnen und Unterstützern der Aktion. Ein besonderer Dank gilt den Schwefinger Landwirten, die ihre Maschinen wie in jedem Jahr  kostenfrei inkl. Fahrer zur Verfügung stellen, der Firma Augustin Entsorgung für die fachgerechte Entsorgung der Bäume sowie allen Spenderinnen und Spendern. Ohne diese Hilfe wäre die Aktion in dieser Größenordnung nicht möglich.

Das Gesamtergebnis der diesjährigen Sammlung belief sich auf 9.877,92 Euro. „Eine krumme Summe, die sich nicht so schön aufteilen lässt“, erklärte Vereinspräsident Ludger Meiners. Kurzerhand beschlossen die Sportfreunde, auf 10.000 Euro aufzurunden.

Spenden bleiben bewusst in der Region

In diesem Jahr kommen die Spenden gezielt regionalen Einrichtungen zugute. Bei der Tannenbaum-Aktion sammeln die Sportfreunde traditionell für gemeinnützige Organisationen im In- und Ausland. Die gesammelten Gelder werden dabei zu 100 Prozent und ohne Abzüge weitergegeben. 2026 profitieren zwei Organisationen, die einen wichtigen Beitrag für die Gesellschaft leisten.

Am 31. Januar fand die offizielle Spendenübergabe statt. Vertreter beider Einrichtungen stellten ihre Arbeit vor und erläuterten, wofür die Spendengelder eingesetzt werden.


5.000 Euro für die Meppener Wärmestube

Eine Spende in Höhe von 5.000 Euro ging an die Meppener Wärmestube. Zur Übergabe waren Konrad Schepers und Ewald Kleymann, die sich seit vielen Jahren ehrenamtlich in der Wärmestube engagieren, vor Ort. In der Wärmestube erhalten bedürftige und Menschen zweimal wöchentlich ein Frühstück und ein warmes Mittagessen sowie eine kleine Lebensmittelspende für die Woche. Darüber hinaus ist die Wärmestube ein wichtiger Treffpunkt für Austausch und Begegnung.

Die Gäste bilden einen Querschnitt der Gesellschaft: Alleinstehende, Wohnungslose, Menschen mit Migrationsgeschichte und Rentner. An einem Öffnungstag werden bis zu 60 Menschen versorgt. Insgesamt engagieren sich 18 ehrenamtliche Helferinnen und Helfer und Zusammenarbeit mit dem hauptamtlichen Team der Caritas. An den Öffnungstagen (dienstags und donnerstags) sind mindestens sechs Personen in Küche und Ausgabe im Einsatz, an den übrigen Tagen kümmern sich Fahrer um das Abholen von Lebensmittelspenden aus verschiedenen Märkten.

Auch am Montag, Mittwoch und Freitag hat die Wärmestube geöffnet, sodass sich Gäste bei Kaffee und Tee aufwärmen können oder zum unverbindlichen Spielenachmittag vorbeikommen. Auch bei Fragen rund um die digitale Welt können bedürftige und wohnungslose Hilfesuchende hier auf Unterstützung durch vorhandene Laptops und die Mitarbeitenden zählen. 

Die Spendengelder aus der Tannenbaum-Aktion fließen in mehrere Projekte: Ein Teil wird für die Anschaffung eines neuen Zeltes verwendet, um dem gestiegenen Platzbedarf gerecht zu werden. Außerdem sind Zuschüsse für Schuhe, Kleidung oder Medikamente für bedürftige Gäste vorgesehen. Auch kleinere Reparaturen am Gebäude können so finanziert werden. Schepers und Kleymann zeigten sich dankbar und zugleich überrascht über die Höhe der Spende.


5.000 Euro für die TelefonSeelsorge Emsland Grafschaft Bentheim

Ebenfalls 5.000 Euro erhielt die TelefonSeelsorge Emsland Grafschaft Bentheim. Vertreter der Einrichtung, Gerd Gels und Ludger Plogmann, lobten die Aktion der Sportfreunde ausdrücklich: „Das ist eine großartige Aktion“, betonte Gels.

Die TelefonSeelsorge bietet Menschen in schwierigen Lebenssituationen ein offenes Ohr. Neben Anrufen in akuten Krisen nehmen auch Gespräche mit einsamen Menschen – jüngeren wie älteren – seit Jahren zu. Am anderen Ende der Leitung sitzen ausgebildete Telefonseelsorgerinnen und -seelsorger, deren Ausbildung ein Jahr dauert. Die Gespräche sind stets anonym – sowohl für Anrufende als auch für die Ehrenamtlichen.

Neu im Angebot ist ein Chatdienst, der einmal wöchentlich zur Verfügung steht. Dieser ist noch anonymer und spricht insbesondere jüngere Menschen an. Sollte während eines Gesprächs eine akute Suizidgefährdung deutlich werden, steht ein rund um die Uhr erreichbarer Hintergrunddienst zur Unterstützung bereit.

Die TelefonSeelsorge im Emsland und in der Grafschaft Bentheim führt jährlich rund 7.000 Gespräche – dennoch kommt es weiterhin zu Warteschleifen. Die Spendengelder werden unter anderem für die Ausbildung neuer Seelsorgerinnen und Seelsorger eingesetzt, die pro Jahr zwischen 5.000 und 7.000 Euro kostet. Zudem soll die in die Jahre gekommene Telefonanlage perspektivisch modernisiert werden.


Generationswechsel: Verantwortung wird übergeben

Mit der diesjährigen Aktion kündigten Marlene und Helmut Verhing einen Generationswechsel an. Sie haben die Tannenbaum-Aktion vor über 30 Jahren ins Leben gerufen und bis 2026 organisiert. Ab 2027 übernehmen ihre Söhne Manuel und Johannes die Verantwortung. „Es ist Zeit für einen Generationswechsel“, sind sich Marlene und Helmut einig. Ganz verabschieden wollen sie sich jedoch nicht: Auch im kommenden Jahr werden sie weiterhin als Sammler dabei sein.

Die Sportfreunde Schwefingen bedanken sich herzlich bei Marlene und Helmut Verhing für ihr jahrzehntelanges Engagement und ihren unermüdlichen Einsatz für diese erfolgreiche Spendenaktion.